Individuell und selbst gezielt aktiv zur Genesung beitragen ist Yogatherapie

Yogatherapie ist eine Kombination aus Yoga und der modernen Medizin. Sie ist eine komplementäre Therapie und ein Weg selbst aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Schon die Selbstwirksamkeit – also die Überzeugung, aus eigener Kraft etwas für den Heilungsprozess tun zu können – wirkt sich positiv aus. Der Fokus liegt auf den ganzheitlichen und vor allem achtsamen Ansatz, um Körper, Geist und Seele zu harmonisieren.

Das Herzstück der Yogatherapie ist eine konsequent auf Dich zugeschnittene Yogapraxis. Die ein oder andere Yogahaltung, Atem- oder Entspannungsübung wird deshalb kreativ verändert. So kannst Du schmerzfrei oder zumindest in einem Bereich üben, wo sich die Schmerzen weder während des Übens noch danach verstärken.

Yoga an Dich angepasst - ein gutes Gefühl

Herzstück der Yogatherapie Schulterbrücke

Was Yogatherapie ist, lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären. Nehmen wir einmal an, Du leidest an einer Kniearthrose. Dich stören vor allem Schmerzen beim Gehen, Kniestreckungsdefizite und Anlaufschwierigkeiten nach längeren Ruhephasen  Nun kommst Du zur Yogatherapie mit dem Ziel, den Bewegungsumfang zu steigern und Schmerzen zu reduzieren.

Um Dein Anliegen ganzheitlich zu erfassen, betrachten wir Deine aktuelle Situation. Dazu sind Fragen hilfreich wie beispielsweise: Was Du bereits unternommen hast, wann Du die Beweglichkeitseinschränkung besonders wahrnimmst, ob und wann Du das letzte Mal eine Schwellung oder andere Symptome hattest, wie und wo Du den Schmerz empfindest, wann es Dir besser geht, wie Dein beruflicher Alltag aussieht, welchen Hobbys Du nachgehst, ob Du bereits Yoga übst usw. Außerdem schauen wir in gezielten Bewegungen auf Dein Knie und die umliegenden Gelenke.

Darauf basierend ergeben sich Ideen für eine Auswahl von 5-6 Asana. Die ausgewählten Yogahaltungen werden kreativ an Deine Bedürfnisse angepasst. Wieso und wie genau diese Asana zu üben sind, wird Dir natürlich erklärt. Aufgrund Deiner Ziele sind Asana dabei, die die Kniestreckung fördern, den Knorpel nähren und die notwendige Muskulatur aufbauen. Es mag auch sein, dass eine Übung für die Füße oder die Hüfte dabei ist.

sanfte normale Kobra

Kobra Oberkörper gehoben und HWS in Nuetralstellung - leichte Rückbeuge

angepasst mit Kniestreckung

Kobra - angepasst durch Kniestreckung

Du führst die Haltungen aus und spürst währenddessen in Dich hinein. Das ist eines der wichtigsten Prinzipien in der Yogatherapie. Das Spüren unterstützt die Körperwahrnehmung und den Heilungsprozess. Dein Atem sollte beim Praktizieren angenehm und leicht fließen. Wenn sich eine Haltung für Dich weniger gut anfühlt, zu Schmerzen führt oder das Atmen Dir schwer fällt, wird sie verändert oder durch eine andere ersetzt.

Für den Anfang und das Ende der Yogapraxis wird eine Übung integriert, um Deinen Ruhenerv – den Vagusnerv – zu aktiveren. Ist er aktiv, können Körper und Geist viel besser entspannen und das unterstützt wesentlich Deine Selbstheilungskräfte. Das kann die Achtsamkeit auf einen angenehmen und leichten Atem, ganz sanfte Übungen oder Meditation usw. sein.

Ein nachhaltiger Effekt für Dein Wohlbefinden setzt meist eine regelmäßige Praxis voraus. Oft reichen dafür schon 15 Minuten Yogapraxis aus. Wir überlegen gemeinsam, wann die Yogapraxis am besten in Deinen Alltag passt. Schließlich bekommst Du Dein Übungsprogramm in Form von Strichmännchen mit Erläuterungen aufgezeichnet. Tipps für den Alltag runden Dein Programm ab. Über die Zeit verfeinern wir während der Folgetermine Dein Programm. Es wird ergänzt und/oder verändert. Je nach Beschwerden kommst Du mit 1-5 Terminen aus.