
Schwächelnde Nieren
Diabetes geht an die Nieren
Diabetes geht an die Nieren. Lange Zeiträume mit zu hohem Blutzucker sowie starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels und hier insbesondere Unterzuckerungen (Hypoglykämien), belasten die winzigen Blutgefäße und Nerven der Nieren.
Hinzu kommen weitere Risikofaktoren, die oft gemeinsam mit Diabetes auftreten. Dazu zählen Bluthochdruck, ein hoher BMI-Wert oder ungesunde Cholesterin-Werte.
Bluthochdruck kann alleine sowohl Ursache als auch Folge einer chronischen Nierenschwäche sein. Treten hoher Blutzucker und hoher Blutdruck gemeinsam auf, verschlechtert sich die Nierenfunktion schneller, weil sich die schädlichen Wirkungen gegenseitig verstärken.
Über die Zeit können nach und nach die vielfältigen Funktionen der Niere beeinträchtigt werden. Eine Nierenschädigung, die durch Diabetes entsteht, wird diabetische Nephropathie genannt.

Funktionen, die darunter leiden
- Entgiftung des Körpers
- Regulierung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts
- Regulierung des Säure-Basen-Haushalts
- Beteiligung an der Bildung roter Blutkörperchen
- Beteiligung am Knochenstoffwechsel
- Beteiligung an der Blutdruckregulierung
Was sind die Konsequenzen?
Wenn die Belastung über Jahre hinweg besteht, kann dies zu einer dauerhaften Schädigung der Nieren führen, die im schlimmsten Fall eine Dialyse oder eine Nierentransplantation erforderlich macht.
Was sind mögliche Anzeichen?
Die Nieren sind sehr widerstandsfähig, sodass Funktionseinschränkungen zunächst oft unbemerkt bleiben.
Häufig zeigen die Blutwerte erst spät, dass die Nieren belastet sind. Gut zu wissen: Ein einfacher Urintest kann helfen, dies früh zu erkennen und die Nieren im sogenannten „Window of Opportunity“ dann besser zu schützen.









