
Immunsystem - stille Entzündung
Immunsystem auf der Lauer
Bereits lange vor der Diagnose von Typ-2-Diabetes kann eine chronische, niedriggradige Entzündung das Immunsystem ständig in Alarmbereitschaft versetzen.
Diese Form der Entzündung wird auch als stille Entzündung bezeichnet. Das bedeutet, dass das Immunsystem dauerhaft leicht aktiviert ist und nur selten zur Ruhe kommt – selbst ohne Infektion.
Stille Entzündungen können eine Insulinresistenz begünstigen, indem die chronischen Entzündungsprozesse die Signalwege der Insulinwirkung stören und die Glukoseaufnahme in den Zellen beeinträchtigen.
Hinzu kommt, dass es auf viele kleine Reize reagiert, jedoch nicht gezielt, sondern eher unspezifisch. Anfangs können somit Erschöpfung, Schlafprobleme, „Brain Fog”, Verdauungsstörungen oder anhaltende Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten, die nicht damit in Verbindung gebracht werden.
Gleichzeitig ist das Immunsystem weniger schlagkräftig, wenn es wirklich gebraucht wird. Abwehrzellen können Krankheitserreger nicht effektiv bekämpfen. Häufigere oder schwerere Infektionen können auf ein geschwächtes Immunsystem hinweisen.
Ist auch die Durchblutung verschlechtert oder liegen Nervenschäden vor, werden Wunden wiederum leichter infiziert und heilen langsamer.

Mögliche Folgen:
- Atemwegsinfekte z. B. Grippe oder Lungenentzündung
- Harnwegsinfekte
- Haut- und Weichteilinfektionen
- Verzögerte Wundheilung
Was belastet noch?
Infektionen bedeuten Stress für den Körper. Es werden Stresshormone freigesetzt. Das belastet die Abwehrfunktion und erhöht wiederum vorübergehend den Blutzucker.
Beides zusammen verstärkt so das Risiko für schwere Infektionen oder deren Ausbreitung auf weitere Organe. Im schlimmsten Fall kann eine Sepsis (Blutvergiftung) auftreten.
Ein dauerhaft geschwächtes Immunsystem kann bereits lange vor der Diagnose von Typ-2-Diabetes die Entwicklung einer Insulinresistenz begünstigen und ist häufig ein Begleitfaktor der Erkrankung.
Häufige Infektionen, eine langsame Wundheilung oder wiederkehrende Infekte können ein Anzeichen für einen unentdeckten Diabetes sein. Sie können aber auch auf schlecht eingestellte Blutzuckerwerte bei Typ-1- oder Typ-2-Diabetes hinweisen.
Ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel kann das Immunsystem unterstützen und Komplikationen vorbeugen.

Info für mich: die Sorge an Diabetes zu erkranken ist gering. Bei einer representativen Umfrage mit 1.321 Personen aus dem Jahre 2025 sind 46 % nur gering besorgt und 21 % gar nicht. aus PPT fremde folien DDG Kongress 25









