Illustration Herz + Rhythmus

Folgen für das Herz

Diabetes eine Herzenssache

Warum ist Diabetes häufig auch eine Herzenssache? Einerseits leiden die Blutgefäße und Nerven, die das Herz und den Kreislauf versorgen bzw. steuern, unter einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel.

Andererseits ist es eine Kombination aus Störungen des Fettstoffwechsels, Arterienverkalkung und Bluthochdruck, die dem Herzen zusetzen und häufig vorkommt.

Eine neue Studie zeigt, dass hohe Blutzuckerwerte auch einen Immunmechanismus auslöst, der direkt das Herz belastet und zu Entzündungen und Gewebeschäden, bis hin zum Organversagen führt. Quelle

  • Bluthochdruck
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Herzinfarkt
  • Entzündliche Prozesse und strukturelle Veränderungen im Herzmuskel
  • Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Was ist Bluthochdruck?

Von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) spricht man, wenn der Blutdruck in den Arterien dauerhaft erhöht ist. Arterien sind Blutgefäße, die das Blut vom Herzen zu den Organen transportieren.

Es werden zwei Blutdruckwerte gemessen. Die erste Zahl (systolisch) zeigt den Druck, wenn sich das Herz zusammenzieht und das sauerstoffreiche Blut in die Blutgefäße pumpt. Die zweite Zahl (diastolisch) zeigt den Druck, wenn der Herzmuskel entspannt. Normal sind Werte von ca. 120/80 mmHg. Ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck.

Bluthochdruck entsteht meist schleichend und bleibt oft lange Zeit unbemerkt, selbst wenn er bereits gefährlich hoch ist. Häufig entwickelt er sich ohne einen einzigen klaren Grund.

Bluthochdruck wird meist durch mehrere Faktoren beeinflusst:

  • Pumpleistung des Herzens: Je kräftiger oder häufiger das Herz schlägt, desto höher der Druck.
  • Elastizität der großen Arterien: Steife Arterien (z. B. durch Alter, Diabetes oder Gefäßschäden) können den Druck nicht mehr gut abfedern.
  • Widerstand der kleinen Blutgefäße: Sind diese Gefäße verengt, muss das Herz mehr Kraft aufbringen – der Blutdruck steigt.

Bluthochdruck und Diabetes treten häufig gemeinsam auf. Beide Erkrankungen verstärken sich gegenseitig und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden, Schlaganfälle und Augenerkrankungen. Daher ist es besonders wichtig, Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen und konsequent zu behandeln.

Was ist eine koronare Herzkrankheit?

Bei der koronaren Herzkrankheit, kurz KHK, werden die Herzkranzgefäße, also die Blutgefäße die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, durch Ablagerungen (Plaques) nach und nach verengt oder blockiert. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff zum Herzmuskel. Hinweise können Brustschmerzen und Atemnot sein.

Kommt es zu einem vollständigen Verschluss, kann ein Herzinfarkt auftreten.

Die KHK und Typ-2-Diabetes treten oft gemeinsam auf. Zudem gehört sie neben Bluthochdruck zu den häufigsten Ursachen für eine Herzschwäche.

Was ist ein Herzinfarkt?

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Teil des Herzmuskels plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Meist ist ein verstopftes Herzkranzgefäß die Ursache. Wird eines dieser Gefäße blockiert, beginnt der betroffene Teil des Herzmuskels abzusterben.

Typische Anzeichen sind starke Schmerzen oder ein Druckgefühl in der Brust, die oft in den linken Arm, den Rücken, den Hals oder den Kiefer ausstrahlen. Häufig kommen Atemnot, Übelkeit, kalter Schweiß oder ein starkes Angstgefühl hinzu. Bei Frauen, älteren Menschen oder Menschen mit Diabetes können die Symptome auch weniger deutlich sein.

Wie verändert sich der Herzmuskel?

Die durch Diabetes ausgelösten stillen Entzündungen belasten die Blutgefäße und wirken gleichzeitig direkt auf den Herzmuskel. Dies führt dazu, dass sich die Herzmuskelzellen anpassen und verändern. Der Herzmuskel wird dicker und weniger elastisch, sodass das Herz seine Füll- und Pumpfunktion nur noch eingeschränkt ausführen kann. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko für Herzschwäche oder Herzinfarkt – und das, bevor sich die Blutgefäße stark verengen. Sie entstehen meist auf leise und schleichende Weise.

Was sind Rhythmusstörungen?

Werden die Nerven, die die Herzaktivität steuern, geschädigt, kann dies die Regulierung von Herzfrequenz und -rhythmus beeinträchtigen. Dadurch steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern. Diese können unabhängig von anderen Herzproblemen auftreten oder durch bestehende Erkrankungen wie Diabetes, koronare Herzkrankheit oder Herzschwäche verstärkt werden.

Was heißt Herzschwäche?

Bei einer Herzschwäche, medizinisch Herzinsuffizienz genannt, ist die Pumpleistung des Herzens eingeschränkt. Das Herz kann den Körper und damit Organe wie das Gehirn, die Muskeln oder die Nieren dann nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen. Neben zu hohem Blutdruck gehört die koronare Herzkrankheit zu den häufigsten Ursachen für eine Herzinsuffizienz.

Wird die Herzschwäche frühzeitig erkannt und gezielt behandelt, kann die Lebensqualität lange erhalten bleiben.

Allerdings werden erste Anzeichen oft spät bemerkt, weil sie langsam entstehen: Beispiele hierfür sind:

  • Luftnot, besonders bei Belastung
  • schnelle Erschöpfung
  • Wassereinlagerungen z. B. an Füßen oder in den Beinen
  • ungewollte Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerungen

Diabetes-Folgen für weitere einzelne Organe und die Psyche

Illustration Nieren

Nieren

Illustration eines Auges

Augen

Illustration Fuss

Füße

Illustration Mensch in Bewegung - Thema: Diabetes-Bewegungsapparat

Bewegungsapparat

Illustration Lunge

Lunge

Illutration Diabetes Distress Figur mit Blitzen

Distress

Illustration Kopf mit Wolke und Regentropfen

Depression

Info für mich: die Sorge an Diabetes zu erkranken ist gering. Bei einer representativen Umfrage mit 1.321 Personen aus dem Jahre 2025 sind 46 % nur gering besorgt und 21 % gar nicht. aus PPT fremde folien DDG Kongress 25